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Geschlechtskrankheiten nehmen wieder zu! |
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Die Angst vor AIDS hatte dafür gesorgt, dass Geschlechtskrankheiten weniger wurden, doch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Eine neue Sorglosigkeit herrscht im Lande. Die Zahl der Menschen, die sich mit HIV infizieren steigt und damit auch die Zahl derer die sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren.
Seit 2001 hat die Zahl der an Syphilis Erkrankten kontinuierlich zugenommen. Dies betrifft vor allem homosexuelle Männer. Ein neuer Trend zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr hat eingesetzt und das sollte doch zu denken geben. Syphilis und AIDS verstärken sich gegenseitig! Infiziert sich ein AIDS-Kranker noch zusätzlich mit Syphilis, steigt die Gefahr dass er einen Sexualpartner sich infiziert um das Zehnfache an. Außerdem ist es, sodass Syphiliskranke wesentlich schneller mit HIV infizieren. Außerdem verstärken sich beide Krankheiten gegenseitig, d.h., der Krankheitsverlauf beider Krankheiten ist viel schlimmer und eine Therapie hat kaum noch Aussichten auf Erfolg.
Syphilis wird oft gar nicht erkannt, denn erstens wissen unsere jungen Ärzte oft gar nicht mehr, wie das Krankheitsbild aussieht und dann ist Syphilis sehr variabel und ihre vier Stadien können sich über Jahre ziehen.
Bis im Sommer 2002 wurden dem Gesundheitsamt 2783 Fälle von Syphilis gemeldet.
Bedenkt man das die Dunkelziffer etwa 30 – 40% beträgt, so kommt man auf eine Anzahl von etwa 4000 Fällen.
Viele Infektionen werden oft auch gar nicht entdeckt, weil die typischen Anzeichen für Geschlechtskrankheiten gar nicht auftreten (Pusteln, Bläschen oder/und Geschwüre an Geschlechtsorganen, im Analbereich oder im Mund und an den Lippen).
Gerade hierin liegt eine große Gefahr, denn dadurch verbreiten sie sich nicht nur schneller, sondern es können Spätfolgen mit schlimmen Symptomen auftreten.
Der Papillomavirus wird für das Auftreten von Gebärmutterhals- Penis- und Analkrebs verantwortlich gemacht. Tripper oder bakterielle Infektionen können Unfruchtbarkeit bei Frauen verursachen.
Auf dem ersten Platz in der Häufigkeit der Geschlechtskrankheiten steht der Genitalherpes. Etwa 15- 20% der Erwachsenen sollen das Virus in sich tragen.
Den zweiten Platz belegen humane Papillomaviren und Chlamydienbakterien, mit denen sich häufig Jugendliche infizieren.
Gonorrhö und Syphilis sind weniger verbreitet.
Impfungen gegen Geschlechtskrankheiten gibt es noch nicht.
Auch den totalen Schutz gegen Geschlechtskrankheiten gibt es nicht.
Zwar sind Kondome ein guter Schutz aber auch der ist auch nicht hundertprozentig sicher.
Eine große Gefahr sehen Experten ebenfalls im Oralverkehr, denn dabei wird kein oder nur in äußerst seltenen Fällen ein Kondom benutzt.
Wer den Verdacht hegt sich mit einer dieser Krankheiten infiziert zu haben, oder bei sich Symptome der Krankheiten entdeckt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Je früher dagegen etwas getan wird um so höher sind die Erfolgsaussichten der Behandlung.
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